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VINPOCETIN
Übersetzung aus dem Amerikanischen von Immo Jalass


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WAS IST V I N P O C E T I N ?
Vinpocetin ist ein Extrakt aus den Samen des Immergrüns (englisch periwinkle). Immergrün (vinca major) ist ein ganz gewöhnliches Gartengrün für die Bodenbedeckung. Die Wurzeln der vinca kriechen am Boden entlang und die Pflanzen blühen im Frühling voll auf, manchmal sogar während des gesamten saisonalen Wachstums. Bekannt mit ihrer hellblauen bis leicht violetten Blütenfarbe, wurde vinca bereits vor hunderten von Jahren in Gärten angepflanzt und hat eine lange Tradition als ein Tonikum zur Behebung von Müdigkeit, besonders jene Formen des vorgeschrittenen Alters sowie als Adstringens, bei übermäßigem Monatsfluß (Regel), blutendem Zahnfleisch, Entzündungen im Mund und vielem mehr.
Es gibt eine ganze Reihe aktiver Ingredienzen (Inhaltsstoffe) in vinca major, aber Vinpocetin ist derjenige Stoff, über den die interessantesten und vielversprechendsten Untersuchungen existieren. Es gibt hunderte von Studien mit Labortieren und menschlichen Individuen, besonders in der jüngsten europäischen Literatur. Vinpocetin ist ein Derivat des Alkaloids Vincamin und, wie Vincamin, kommt es in geringen Mengen in den Samen von vinca als auch in anderen Pflanzen wie z. B. voaconga und crioceras longiflorus vor. Vincamin ist in aller Welt verwendet worden, um dementia senilis mit unterschiedlichem Erfolg zu behandeln. Untersuchungen haben gezeigt, daß Vinpocetin, das Schwestermolekül von Vincamin in vieler Hinsicht die gleichen Eigenschaften aufweist, jedoch ohne Nebenwirkungen wie Hypotonie, trockener Mund, Müdigkeit sowie Tachycardie (Anstieg der Herzfrequenz auf über 100/min.). Des weiteren hat sich gezeigt, daß Vinpocetin in Bezug auf eine verbesserte Hirndurchblutung und damit auf die Gedächtnisfunktion sowie andere Funktionen wenigsten um das zwei- bis vierfache wirksamer ist. Hinzukommt, daß in Kombination mit anderen pharmazeutischen Drogen keinerlei Konflikte gemeldet wurden.

WIE WIRKT VINPOCETIN?
Im weitesten Sinne ist Vinpocetin ein starker Stimulator für alle Gedächtnisfunktionen. Darüberhinaus wird das Wahrnehmungs- und Erkenntisvermögen verbessert bezw. verstärkt und intensiviert indem aufgrund der erhöhten Hirnduchblutung ein erhöhter Hirnstoffwechsel stattfindet. Bewirkt wird dies durch Hemmung eines für den Calziumkanal zuständigen Enzyms. Calciumionen sind im gesamten Hirn eng mit der zellulären (neuronalen) Aktivitätsregelung verbunden. Zusätzlich zu einer effizienteren zerebralen Mikrozirkulation, erhöht Vinpocetin die Hirnzellenergie durch seine Wirkung auf die ATP (das zelluläre Energiemolekül) Produktion.

Vinpocetin erhöht die Funktionsfähigkeit des Gehirns durch eine effizientere Bereitstellung (Verfügbarmachung) der Glukose zusammen mit der des Sauerstoffs, während zur gleichen Zeit ein erhöhter Schutz gegen Ischämie (Verminderung oder Unterbrechung der Durchblutung eines Organs, eines Organteiles oder weniger Zellen) sowie Hypoxie (Herabsetzung des Sauerstoffgehaltes) erreicht wird. Es hat sich gezeigt, das Glukose gewisse Gedächtnisfunktionen beim Menschen durchaus verbessern kann. 1 Da viele Hirnmangelerscheinungen (um nicht von Hirnkrankheiten zu schreiben) durch mangelhafte Durchblutung, Beschädigung von Neuronen aufgrund von unzureichender Sauerstoffzufuhr sowie ungenügender Zufuhr von Energie (in der Hauptsache Glukose) verursacht werden, macht es wirklich Sinn, daß alles, was die Hirnfunktionen auf diese Art und Weise verbessern kann, im gleichen Maße hilft, die Gedächtnis- wie die Wahrnehmungsfunktionen zu verbessern.

ETWAS FÜR JEDEN
Vinpocetine erfreut sich inzwischen eines weltweiten Zuspruchs sowohl in Europa, als auch in Japan, Korea, China oder sonstwo. Dr. Ward Dean, ein bekannter Forscher und bemerkenswerter Kenner von Nootropika (Medikamente, die durch Steigerung der zerebralen Durchblutung und damit des Hirnstoffwechsels zu einer Verbesserung der Hirnleistung im Alter führen sollen, z. B. Meclofenoxat, Piracetam) sagt folgendes zu Vinpocetin: "Dies ist einer der wenigen Stoffe, mit denen ich tatsächlich einen [positiven] Unterschied feststellen kann, wenn ich ihn bezw. es nehme."2 Ja, Vinpocetin hat tatsächlich einige bemerkenswerte Eigenschaften. Wir haben hier schließlich wirklich für jeden etwas. Es gibt starke Hinweise, das Vinpocetin ihnen in den folgenden Punkten helfen kann:

SIE FÜHLEN SICH BESSER
SIE SCHÜTZEN IHRE HERZFUNKTION
VERBESSERTE SEHFUNKTION
VERBESSERTE HÖRFUNKTION
UND VIELES MEHR
EIN KLARES GEDÄCHTNIS
Über Jahrzehnte hinweg wurden bereits viele Untersuchungen mit Gesunden durchgeführt, um herauszufinden, welchen Einfluß Vinpocetin sowohl auf das Langzeit wie auf das Kurzzeitgedächtnis hat. Die Ergebnisse waren klar und eindeutig: Vinpocetin

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verbessert die Gedächtnisfunktion und erhöht die Intelligenz. In einer Doppelblind-Überkreuz-Zufalls-Studie nahmen 12 gesunde weibliche Studentinnen entweder 10, 20 oder 40 mg Vinpocetin oder ein Placebo zweimal täglich über 2 Tage und wurden am dritten Tag eine Stunde nach Einnahme der morgendlichen Dosis einem Test unterzogen.3 Dann wechselten die Frauen die Regel ihrer Dosierung und wurden am dritten Tag wie zuvor getestet. Doppel-Blind heißt, daß weder der Wissenschaftler, der das Vinpocetin (oder das Placebo) gibt wußte, was er gibt, noch wußten die Versuchsteilnehmerinnen, was sie bekommen hatten. Die Untersuchung bestand aus einem vollständigen psychologischen Test. Während bei den Personen, die ein Placebo bekommen hatten, keine bemerkenswerten Veränderungen festgestellt werden konnten, konnten die Teilnehmerinnen, die die höchste Vinpocetin-Dosierung von 40 mg bekommen hatten, weitaus mehr Serieninformationen sowohl aufnehmen als auch abrufen. Beispiele für Serieninformationen können z. B. Mehrfachnennungen in Listen, Telefonnummern, usw. sein. In einer anderen Studie erhielten 8 gesunde Personen 40 mg Vinpocetin und anschließend eine Dosis Flunitrazepam (Injektionsnarkotikum), eine Droge, die eine Gedächtnisschwächung bewirkt.4 Nach Durchführung eines Tests zeigte sich die Wirkung des Flunitrazepams weitaus geringer gedächtnisschwächend als erwartet, was als Bestätigung einer Verbesserung der Kurzzeitgedächtnisfunktion durch die Gabe von Vinpocetin zu verstehen ist. Eine bemerkenswerte Verbesserung der Gedächtnisfunktion wurde in einer weiteren Gedächtnisstudie gemessen, in der 12 Versuchspersonen über 2 Tage entweder 40 mg Vinpocetin oder eine Placebo erhielten.5 Es wurden eine Reihe unterschiedlichster Tests durchgeführt wobei die Versuchspersonen z. B. schnell reagieren mußten, wenn kurz zuvor erlernte Zeichen oder Wörter kurzzeitig gezeigt wurden. Die Ergebnisse zeigen einen klaren Vorteil durch die stimulierende Wirkung desVinpocetins für das Kurzzeitgedächtnis. Vinpocetin zeigte weiter eine Zunahme in der Aktivität noradrenergischer (exitatorischer) Nervenendigungen bei einer Dosis, die sich proportional zum gedächtnisverbessernden Effekt verhält.6 Je höher die Dosis, desto besser die Wirkung auf die Gedächtnisfunktion. Aus den Resultaten einer anderen Studie geht hervor, daß Vinpocetin the brainstem stimuliert, so daß in den aufsteigenden noradrenergischen und möglicherweise auch in den serotonergischen (hemmenden) Kanälen, die beide mit der Gedächtnisfunktion in Verbindung stehen, eine erhöhte Aktivität zu beobachten ist. Man glaubt, daß diese Aktivitätserhöhung zum Teil auf die durch Vinpocetin zu erzielende verbesserte Wahrnehmungsfähigkeit zurückzuführen ist, während gleichzeitig die Sauerstoffbedingungen normalisiert werden und damit u. a. eben auch vor Hypoxia schützen.7 Nachdem 5 gesunden männlichen Versuchspersonen Vinpocetin in einer Einzeldosis von 10 mg oral gegeben wurde, konnte festgestellt werden, daß sich die Elastizität ihrer roten Blutkörperchen erhöht hatte.8 Eine hohe Elastizität der roten Blutkörperchen erhöht die Aktionsfähigkeit des Gehirns und verringert ihre Verletzbarkeit bei gleichzeitiger Verbesserung ihrer Transportfähigkeit. Tatsächlich werden zerebrale Mangelerscheinungen von abnehmender Elastizität roter Blutkörperchen begleitet. Hier zeigt Vinpocetin wirklich seine wertvollen Eigenschaften hinsichtlich eines Neuronenschutzes. In Japan erhielten Dementia-Patienten drei Wochen lang 15 mg Vinpocetin. Eine anschließend durchgeführte Untersuchung zeigte eine erhöhte ATP-Konzentration. ATP steht für AdenosinTriPhosphorsäure und stellt das universelle Energieübertragungsmolekül dar, das zusammen mit dem erhöht aus dem Hämoglobin freigegebenen Sauerstoff und erhöhter Vasodilatation der Blutgefäße im Gehirn zu beschleunigter und verbesserter Hirndurchblutung führt.9 Eine andere japanische Studie wurde in einem geriatrischen Hospital durchgeführt. Dabei wurden die das Gehirn schädigenden Krankheitsbilder wie zerebraler Infarkt und zerebraler Hämorrhagie, zerebraler Arteriosklerose sowie ischämische Attacken bei 207 Patienten untersucht.10 Diese erhielten in einer Überkreuzstudie 4 Wochen lang 3 mal täglich 5 mg Vinpocetin oder eine von zwei Drogen ifenprodil tartrat (IT) oder dihydroergotoxine mesylat (DM). Vinpocetin verhinderte mehr Infarkte bezw. stärkere Verbesserungen bei Hämorrhagie als die beiden Drogen, wobei IT mit 67% bis 60% und DM mit 78% bis 59% erfolgreich waren. Selbst die behandelnden Ärzte mußten zugeben, daß Vinpocetin den beiden Kontrolldrogen überlegen war. In einer anderen sechsmonatigen Untersuchung waren 288 Patienten mit der gleichen Behandlung (dreimal täglich 5 mg) beteiligt. Hier konnte Vinpocetin eine Erfolgsquote von 77 % aufweisen. Im Unterschied zu den beiden Drogen IT und DM zeigte Vinpocetin keinerlei Nebenwirkungen.

GEGEN AMNESIE UND FÜR EIN GUTES GEDÄCHTNIS
Eine Hypoxie im Gehirn (herabgesetzter Sauerstoffgehalt) kann eine Amnesie auslösen, d. h. es kann etwas vergessen werden, das normalerweise im Gedächtnis parat geblieben wäre. Die senile Dementia sowie altersbedingte Wahrnehmungsschwäche sind ebenfalls durch Amnesie gekennzeichnet. Vinpocetin hat sich sowohl gegen das Altern als auch gegen die Amnesie (Vergeßlichkeit, Gedächtnisschwäche) als wirkungsvoll gezeigt, was zum Teil seiner antihypoxiven Wirkung zuzuschreiben ist.11 Die Amnesie hat auch eine enge Beziehung zur sog. Langzeitverstärkung, d. h. der Fähigkeit, Dinge über längere Zeiträume hinweg erinnern zu können. Die antiamnetische Wirkung von Vinpocetin wirkt sich hier in Form einer Stützung des Langzeitgedächtnisses aus, indem es hilft, Erinnerungen besser zu speichern, sie wiederherzustellen oder sie eben nur abzurufen.12 Die Dauer einer Gedächtnisspeicherung kann im Labor u. a. durch die Messung elektrischen Potentials festgestellt werden. In hirngeschädigten Ratten konnte eine reduzierte Langzeitgedächtnisfunktion durch Vinpocetin behoben werden, während gleichzeitig eine Normalisierung entsprechender elektrischer Potentiale beobachtet wurde.13 In einer anderen Rattenstudie über den Einfluß antiamnetischer Mittel auf eine verbesserte Wahrnehmungsfähigkeit, konnte Vinpocetin eine deutliche Verbesserung für das Langzeitgedächtnis bewirken.14

GEISTIGE WACHSAMKEIT UND LEBENSQUALITÄT
Im Hinblick auf die Wirkung von Nährstoffen für das Hirn könnten deren sich kumulierenden Effekte auf das Hirngewebe einen möglichen Anlaß zu Beunruhigung geben. Eine Kumulation, d. h. eine Anhäufung oder ein zuviel wovon auch immer ist in jedem Fall unerwünscht und könnte zu Störungen wichtiger Hirnfunktionen führen. Eine Studie mit 5 gesunden Versuchspersonen denen entweder 5 mg oder 10 mg Vinpocetin drei mal täglich gegeben wurden, zeigten keinerlei Kumulation. 15 In einer Doppelblind-Placebo-Studie wurde 20 mg Vinpocetin zweimal täglich an 40 ambulante erwachsene Patienten mit chronischer zerebrovasculärer Insuffizienz (unzureichende Hirndurchblutung) beiderlei Geschlechts gegeben. Nach 45 Tagen oraler Gabe konnten die Wissenschaftler eine erhöhte geistige Wachsamkeit und damit verringerte Verwirrtheit, ein verbessertes Erinnerungsvermögen, weniger Furcht und Angst sowie ein Zurückdrengen von Depressionen und Müdigkeit beobachten, während gleichzeitig eine positiv wirkende emotionale Stabilität zu verzeichnen war.16
In einem englischen Hospital an der Universität von Surrey, wurde oral zugeführtes Vinpocetin an 203 Patienten untersucht, die am ersten Stadium geistiger Demenz als auch an leichten psychotischen Störungen litten.17 Diese erhielten über 16 Wochen entweder 10 mg oder 20 mg dreimal täglich. Im Vergleich mit Placebos, zeigten beide Vinpocetin-Gruppen ein verbessertes Wahrnehmungs- und Erkenntnisvermögen, eine ganz allgemeine Verbesserung der Lebensqualität als Folge verringerter Depressionen. Erstaunlicherweise war kein bemerkenswerter Unterschied zwischen den beiden Dosen Vinpocetin zu beobachten, so daß davon auszugehen ist, daß es eine wirksame Höchstdosis gibt.

ANTIOXIDATIVE KRAFT
Es überrascht nicht, daß Vinpocetin auch noch als ein Antioxidanz wirkt, indem es die Neuronen vor intracellulären Giften schützt, vergleichbar der Wirkung des Vitamins E.18 Die antioxidative Wirkung von Vinpocetin in Bezug auf eine Inaktivierung freier Hydroxylradikale ist der des Vitamin E durchaus gleichzusetzen.19 Vinpocetin könnte aufgrund seiner antioxidativen Wirkung in der Lage sein, selbst bei der Reparatur oxidativ geschädigter Neuronen eine wichtige Rolle zu spielen.20 In einer weiteren Studie zur Untersuchung des antioxidativen Potentials verschiedener Stoffe einschließlich ihres Effektes auf freie Hydroxylradikale konnte gezeigt werden, daß Vinpocetin in der Lage war, die Hyaluronsäure (Hauptbestandteil der Synovialflüssigkeit und damit Schmiermittel für die Gelenke) vor Schädigung zu schützen.21 Ist es da ein Wunder, daß Vinpocetin selbst bei die Arthritis eine günstige Wirkung hat?

GEGEN DEN ALTERUNGSPROZESS DES GEHIRNS
Es gibt eine weit verbreitete Angst davor, mit zunehmendem Alter das Opfer einer Demenz, wie z. B. der Alzheimerkrankheit zu werden. Aber es gibt auch Formen mit weitaus geringeren Einschränkungen der Wahrnehmungsfähigkeit, deren Problematik nicht zu unterschätzen ist, die sog. altersbedingte Wahrnehmungsschwächung (AWS). AWS bedeutet die Jahr für Jahr stattfindende Abnahme geistiger Klarheit, Schärfe und Präzision. Es kann aber auch etwas Schlimmeres bedeuten. Manche Forscher argumentieren, daß die AWS bereits in verhältnismäßig jungen Jahren einsetzt, nur daß wir dies nicht bemerkt wird, bevor ein vorgeschrittenes Alter erreicht ist. Was auch immer der der Fall sei, sicher ist, daß Vinpocetin helfen kann, den Erhalt und/oder die Rückgewinnung geistiger Klarheit zu bewirken. Alten Ratten wurde über drei Wochen zweimal täglich eine niedrige Dosis Vinpocetin gegeben mit dem Ergebnis einer deutlichen Abnahme der altersabhängigen Verringerung einer Dopaminfreigabe.22 Die Überlebenszeit von Mäusen bei fehlendem Sauerstoff konnte durch Gaben von Vinpocetin deutlich verlängert werden.23 Vinpocetins Schwestermolekül Vincamin zeigte eine erhöhte Feuerungsrate noradrergischer Neuronen in einem Gebiet des Hirns, das mit altersbedingter Verringerung der Gedächtnisfähigkeit assoziiert wird, dem locus coeruleus (bläulichgraues Feld am seitlichen Rand des vorderen Abschnitts der Rautengrube mit zahlreichen pigmentierten Ganglienzellen).24 Es wird angenommen, daß für Vinpocetin das Gleiche gilt, was uns helfen kann, dessen altersmindernde Qualitäten besser zu verstehen. Als Ratten mit Vinpocetin behandelt wurden, ohne daß zuvor bekannt war, daß diese unter Ischämie litten (verringerte Sauerstoffzufuhr aufgrund von Durchblutungsstörungen), zeigte sich die zerebrale Glukoseumsetzung weit effizienter, während sich örtlich die zerebrale Durchblutung erhöhte, beides ein Hinweis auf zerebrale Reparatur. Mit diesen Daten haben wir einen deutlichen Hinweis darauf, daß Vinpocetin einen Schutz gegen Schädigungen durch Ischämie bietet.25 In einem Doppel-Blind-Versuch erhielten zweiundzwanzig ältere Patienten mit zerebraler Demenz Vinpocetin.26 Sie bekamen über 30 Tage dreimal täglich 10mg Vinpocetin und anschließend für nochmals 60 Tage 5mg dreimal täglich. Einer anderen Gruppe von 18 älteren Patienten wurden während der 90tägigen Untersuchung Placebos gegeben. Nach Ablauf der 90 Tage wurden die mit Vinpocetin behandelten Patienten untersucht und geriatrischen Tests wie der klinischen Sandoz-Schätzung sowie einem psychologischen Test unterzogen. Die Forscher fanden, daß der Umfang der geistigen Behinderung bei 73 % der Patienten, die Vinpocetin bekommen hatten, am 30. Tag und bei 77 % am 90. Tag abgenommen hatte. Letztendlich konnte lediglich bei 13 % der Patienten, die Vinpcetin bekommen hatten, keine Verbesserung festgestellt werden. Es wurden keine ernsthaften Nebenwirkungen beobachtet und 59 % der mit Vinpocetin behandelten Patienten wurden hinsichtlich ihres Zustandes von den Ärzten mit "gut" bis "ausgezeichnet" beurteilt. Eine wie oben geschilderte Vinpocetin-Behandlung wurde mit 42 älteren Patienten die an chronischer zerebraler Unterfunktion litten, durchgeführt und in The Journal of the American Geriatric Society veröffentlicht.27 Eine Gruppe von ebenfalls 42 Patienten bekamen während der 90 Tage dauernden Untersuchung ein Placebo. Diejenigen Patienten, die das Vinpocetin bekommen hatten, schnitten in allen Tests wie der vorhergehenden Studie besser ab. Nebenwirkungen waren minimal.

DIE RÜCKKEHR ZUM SELBST
Neben aller Objektivität einer gut geführten Untersuchung geht es um die Bemühungen einer Quantifizierung menschlicher Erfahrungen. Mit anderen Worten, wie steht es mit der subjektiven Erfahrung, wie geht es mit dem Selbst, d. h. "Wie fühlen Sie sich nun wirklich?" Nach Jahren wissenschaftlicher Forschung mit DHEA meistens mit Tieren und einige auch mit Menschen aus denen die Vorteile deutlich sichtbar wurden, aber erst als Yen et al 28 ihre "watershed" Studie veröffentlichten, war zu erkennen, daß DHEA die "Lebensqualität" unmittelbar verbessert. Gibt es derartige Untersuchungen mit Vinpocetin? Einige wenige heute. Aber es wird nicht lange dauern, bis wir eine ganze Reihe davon geben wird.
Vinpocetin ist eine der wenigen studierten Substanzen, die eine Reihe verschiedenartiger Vorteile sowohl im Wahrnehmungsbereich als auch in körperlichen Bereichen bieten. Es regt den Geist an, gibt Frische und hilft gleichzeitig dem kardiovaskulären sowie dem gastrointestinalen System zusammen mit den Muskeln, dem Bindegewebe und den sensorischen Organen besser zu funktionieren.
Unser Konzept vom Selbst und vom Ego entwickelt sich in dem Maße, wie wir uns konditionieren.

Das, was wir in der Zukunft sein werden, hängt zu einem großen Teil von dem ab, was wir gegenwärtig tun. Nehmen wir jede Möglichkeit wahr, um unsere Gesundheit zu verbessern bezw. sie wenigstens zu erhalten, ja schlimmsten Falls sie sogar wieder herzustellen einschließlich unseres Wahrnehmungs- und Begriffsvermögens oder kapitulieren sie vor ihren schlummernden Möglichkeiten? Lassen wir dem Alterungsprozeß seinen Lauf oder nehmen wir jede Chance beim Schopfe, um unsere Lebensqualität zu verbessern und unser Leben zu verlängern? Seit der Entwicklung weitreichender potenter Nahrungsmittelergänzungen von denen Vinpocetin nur eine darstellt, liegt die Wahl in ihren eigenen Händen. Sehen wir uns in der Zukunft.

Literaturhinweise:
  1. Korol DL, Gold PE. Glucose, memory and aging. Am J Clin Nutr. 1998; 67:764-771S.
  2. Dean V. Q&A: Vincamine? Smart Life News. 1998; 6(4):12.
  3. Subhan Z, Hindmarch I. Psychopharmacological effects of vinpocetine in normal healthy volunteers. Eur J Clin Pharmacol. 1985; 28:567-571.
  4. Bhatti JZ, Hindmarch I. Vinpocetine effects on cognitiv impairments produced by flunitrazepam. Int Clin Psychopharmacol. 1987;2:325-331.
  5. Coleston WM, Hindmarch I. Possible memory enhancing properties of vinpocetine. Drug Dev Res. 1988;14:191-193.
  6. Gaal L, Molnar P. Effect of vinpocetine on noradrenergic neurons in rat locus coeruleus. Eur J Pharmacol. 1990;187:537-539.
  7. Kiss B, Szporny L. On the possible role of central monoaminergic syszems in the central nervous system actions of vinpocetine. Dru Dev Res. 1988;14:263-279.
  8. Satoh M, Ishihara K, Molnar P, Gaal L, Horvath C. The impairment of longterm potentiations in rats with medial septal lesion and its restoration by cognition enhancers. Neurobiology. 1994; 2: 255-66.

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